Der Carlsplatz, lange Zeit Karlplatz, ist der älteste noch betriebene Marktplatz in Düsseldorf. Er liegt südlich der Altstadt, in der Carlstadt.
Mit der Erhebung zur Stadt im Jahre 1288 erhielt Düsseldorf
Stadt- und Marktrechte. Der Markt am Carlsplatz wurde 1482 durch Herzog Wilhelm als sechstägiger Jahrmarkt bewilligt.
Da in dieser Zeit die Stadt expandierte, wurden die verschiedenen Wochenmärkte regional bedeutender.
Die Rheinschifffahrt verstärkte diesen Effekt, dies kam dem Jahrmarkt am Carlsplatz ebenfalls zugute.
1546 wurde eine neue Marktordnung durch den Herzog erlassen. Auf dem Carlsplatz, wie andernorts
in der Stadt, wurden freie Wochenmärkte am Dienstag abgehalten. Standgebühren wurden erhoben, Qualitätskontrollen eingeführt.
Mit der Erhebung zur Hauptstadt der Herzogtümer Berg, Jülich, Kleve und der Grafschaft Mark im
16. Jahrhundert stieg die Bedeutung des Düsseldorfer Marktes, mit der Kurbischofsresidenz Köln
entstand ein Handelskonflikt.
Im Jahre 1804 fand der Severins-Jahrmarkt erstmalig auf dem Carlsplatz statt, allerdings unter großen Protesten, die Polizeischutz für die Markthändler nötig machten.
Vier Jahre später, im Jahr 1808, setzte sich der Carlsplatz als Standort für die 4 einwöchigen Jahrmärkte Düsseldorfs gegen den Markt der Altstadt durch. 1821 wurde der St. Nicola-Jahrmarkt ebenfalls auf den Carlsplatz verlegt. Von 1841 bis 1861 befanden sich das Carnevalsdenkmal und das Hoppeditz-Denkmal auf dem Platz. Ab 1888 durften Zirkusse und Schaubuden nicht mehr auf den Carlsplatz, da der Lärm nicht mehr den Anwohnern zuzumuten war.
Ab 1910 war der Karlplatz, nun mit K und ohne s geschrieben, endgültig als Wochenmarkt etabliert,
der ab 1940 allerdings auf den Schwanenmarkt verlegt wurde, da auf dem Karlplatz ein Luftschutzbunker errichtet wurde. Nach dem Krieg kehrte der Markt auf den Karlplatz zurück. 1970 wurde das Parkhaus erbaut. 1997 bildete sich eine Interessengemeinschaft der Händler, die den Platz von der Stadt pachtet und ihn vermarktet. 1998 wurde die Glasüberdachung errichtet, die Glaspavillons 2002.
Der Carlsplatz veränderte seine Schreibweise im Laufe der Zeit. Insbesondere büßte er im 20. Jahrhundert das rheinische Fugen-s ein. Die Bevölkerung akzeptierte dies jedoch nie und nannte den Platz stets Karlsplatz, auch wenn dies grammatikalisch fragwürdig war (Karls Platz, der Platz des Karl, aber Karlplatz als ein Wort). Über Jahrzehnte hinweg weigerte sich die Stadt, die Sprechweise der Bevölkerung zu übernehmen. Inzwischen ist das S allerdings auf Initiative der Bürgergesellschaft Alde Düsseldorfer zurückgekehrt, auch die Schreibweise mit C zu Beginn wurde wieder eingeführt.
Carlsplatz an einem Samstag. Der Carlsplatz ist auch heute noch der wichtigste Marktplatz der Stadt, an dem an 6 Wochentagen, außer an Feiertagen, Markt abgehalten wird. Es werden vor allem Lebensmittel, Obst und Gemüse, Eier, Fleisch, Fisch, Geflügel und Backwaren sowie die traditionellen Reibekuchen mit Apfelmus und fertiger Backfisch angeboten. Daneben existieren aber auch Stände mit abweichendem Warenangebot.
| Ort | Düsseldorf |
| Ortsteil | Carlstadt |
| Angelegt | Mittelalter |
| Neugestaltet | 1998 |
| Einmündende Straßen | Benrather Straße, Berger Straße, Mittelstraße, Hohe Straße, Bilker Straße |
| Nutzergruppen | Fußverkehr |
| Platzgestaltung | Ganzjähriger überdachter Markt |
| Technische Daten | Platzfläche ca. 6.000 m² |
Textquelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Carlsplatz

